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Kleine
Feuerwehr leistet großes Arbeitspensum
Die
Bliesdalheimer Freiwilligen wurden zu 33 Einsätzen gerufen - Stefan
Rabung bleibt weitere sechs Jahre Hauptbrandmeister
Bericht von Wolfgang Degott erschienen im Pfälzischen Merkur am 7.
April 2012 |
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Wie
tatkräftig und unverzichtbar die Bliesdalheimer Feuerwehr ist,
bewies sie im Jahr 2011 zu Genüge. Das war wohl auch ein Grund,
Hauptbrandmeister Stefan Rabung in seiner Funktion zu bestätigen.
Bliesdalheim.
Kontinuität ist Trumpf in der Bliesdalheimer Feuerwehr: Bei der
Jahreshauptversammlung im Feuerwehrgerätehaus wurde der bisherige
Löschbezirksführer, Hauptbrandmeister Stefan Rabung (46), für
weitere sechs Jahre im Amt bestätigt. Auch sein Stellvertreter, der
40-jährige Hauptbrandmeister Andreas Lang, erhielt das Vertrauen der
Versammlung.
Rabung erwähnte, dass die Wehr im letzten Jahr 33 Einsätze zu
bewältigen hatte und dabei von den Einsatzkräften 185 Stunden
geleistet worden waren. "Das ist für eine kleine Dorfwehr eine große
Aufgabe gewesen", meinte Rabung, der heraushob, dass er sich
innerhalb der 28-köpfigen Wehr auf ein "Top-Team" verlassen könne.
Jugendwehrbeauftragte Christine Welsch musste feststellen, dass die
Mannschaftsstärke der Nachwuchsabteilung auf acht Mitglieder
gesunken sei. Gemeinsam mit Maria Rabung forcierte sie die
Zusammenarbeit mit der Jugendwehr Herbitzheim. Die Teilnahme an der
Picobello-Aktion, das Einsammeln ausgedienter Weihnachtsbäume und
die Teilnahmen an verschiedenen Wettkämpfen bei Nachbarwehren seien
Höhepunkte gewesen. In diesem Jahr, wohl beim Feuerwehrfest im
September, feiert die Jugendwehr ihr Silberjubiläum, dann wird sie
25 Jahre alt. Kassierer Peter Grieser berichtete von einem konstant
gebliebenen Kassenbestand. Bürgermeister Alexander Rubeck sprach von
einer verlässlichen Truppe, die den Brandschutz in Bliesdalheim
sicherstelle. Er kündigte an, dass sich sowohl die
Gemeindeverwaltung, als auch die Wehrführung für eine moderne Wehr
einsetze, dass die dezentrale Struktur innerhalb der Gemeindegrenzen
erhalten bleibe, dass aber auch die Kooperationen von Feuerwehren
gefördert würden. Für Gemeindewehrführer Stefan Lugenbiel stellt
sich in Bliesdalheim insbesondere die Betreuung und Ausgestaltung
der Atemschutzwerkstatt als großer Aktivposten dar. "Hier steckt
viel Arbeit für die Sicherheit der Kameraden drin, die nicht hoch
genug zu bewerten ist", so der Feuerwehrchef. Auch Ortsvorsteher
Klaus Fischer, selbst Bliesdalheimer Feuerwehrmann, lobte die stete
Bereitschaft zur Hilfe.
"Das hat der Wehr ein hohes Ansehen in der Bevölkerung eingebracht."
Kreisbrandinspekteur Uwe Wagner freute sich darüber, dass man in der
Bliestalgemeinde die Veränderungen innerhalb der Aufgabenstellung
der Wehr offensiv angehe, sich auch neuen Entwicklungen nicht
verschließe. Demnächst werde ein Leitfaden vorgestellt, der die
Ausbildung der Atemschutzgeräteträger kreisweit harmonisieren soll.
Er verschwieg aber nicht, dass wegen der immer größer werdenden
Anforderungen ein Hauptamtlicher die ehrenamtlichen Helfer künftig
unterstützen müsse. Dazu würden Überlegungen zur Strukturierung
angestellt.
Ortsvorsteher Klaus Fischer,
Kreisbrandinspekteur Uwe Wagner, Wehrführer Stefan Lugenbiel,
Andreas Lang, Mathias Klein, Stefan lang, Katharina Staudt, Peter
Grieser, Peter Krupp, Christine Welsch, Christoph Blum, Maria Rabung,
Jochen Weinland, Löschbezirksführer Stefan Rabung und Bürgermeister
Alexander Rubeck (v.l.). Foto: Wolfgang
Degott
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Auf einen Blick
Erstmals wurde in Gersheim das
neue bronzene Feuerwehr-Ehrenzeichen des Saarlandes verliehen,
das für 25-jährige Mitgliedschaft Stefan Lang erhielt. Dieser
hob die gute Zusammenarbeit mit der luxemburgischen Patenwehr
Gilsdorf, aber auch die Verbindung Bazancourt-Bliesdalheim
hervor. Für 30 Jahre wurde Stefan Rabung geehrt. Peter Grieser
und Thomas Klein erhielten das goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen
für 35-jährigen Dienst. Beförderungsurkunden wurden an Christine
Welsch (Oberlöschmeisterin), Maria Rabung (Löschmeisterin),
Katharina Staudt (Feuerwehrfrau) und Björn Grieser
(Feuerwehrmann) ausgehändigt.
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Die Jugendfeuerwehr
Bliesdalheim engagiert sich bei der jährlichen Picobello Aktion
Wie bereits in den
vergangenen Jahren engagierte sich die Jugendfeuerwehr Bliesdalheim auch
in diesem Jahr an der jährlichen Picobello-Aktion. Die jungen Floriane,
ihre Betreuerinnen Christine Welsch und Maria Rabung sowie Ortsvorsteher
Klaus Fischer und Alban Staab trafen sich am Samstag Morgen den 03.03.12
um 10.00 Uhr am Bliesdalheimer Feuerwehrgerätehaus. Von dort aus machten
sie sich mit Müllsäcken und Zangen bewaffnet auf, um in Biesdalheim etwas
„aufzuräumen“.
Auch in diesem Jahr
wurde wieder an mehreren Plätzen in Bliesdalheim Ordnung geschaffen, unter
anderem auf dem Spielplatz, auf dem Schulhof, an den Bushaltestellen
,entlang des Freizeitweges, den Weg hinauf zur Bliesdalheimer Grillhütte
bis hinüber zum Bliesdalheimer Sportplatz.
In den zwei Stunden, in denen die Jugendfeuerwehrangehörigen bei gutem
Wetter unterwegs waren, fanden sie neben Papier, Plastik, Textilien,
kaputten Spielsachen, etliche herum liegenden Flaschen, auch alte
Autoreifen und einen in den Hecken entsorgten Teppich.
Insgesamt sammelten sie bei der diesjährigen Picobello-Aktion 4 Säcke mit
Müll, 3 Autoreifen und einen Teppich!
In diesem
Zusammenhang noch einmal die Bitte:
Seien sie ein Vorbild für unsere Kinder und Jugendlichen und entsorgen sie
ihren Müll bzw. ihren Abfall sachgerecht. Außerdem möchten wir doch alle
in einem schönen und sauberen Ort wohnen und die herrliche Natur weiter
genießen können!
Ihre Jugendfeuerwehr Bliesdalheim
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Sport seit 50 Jahren
Lebenselixier
Hiltrud Weber, Vorsitzende des TV Bliesdalheim, mit der Sportplakette
ausgezeichnet
Von
Merkur-Mitarbeiter Wolfgang Degott, 27. Dezember
2011 |
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Spoprtministerin Monika Bachmann überreichte Hiltrud Weber die
Sportplakette des Saarlandes.
Foto: PMA/BUB
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Für ihre
herausragenden Verdienste rund um den Sport wurde die 63-jährige Hiltrud
Weber, seit 15 Jahren Vorsitzende des TV Bliesdalheim, in Saarbrücken
mit der Sportplakette des Saarlandes ausgezeichnet.
Bliesdalheim/Saarbrücken.
Hiltrud
Weber strahlt über das ganze Gesicht. Dieser Tage wurde sie von der
saarländischen Sportministerin Monika Bachmann in der Saarbrücker
Staatskanzlei mit der Sportplakette des Saarlandes ausgezeichnet.
Bachmann hob in ihrer Laudatio die herausragenden Verdienste um den
Sport hervor. Hiltrud Weber leiste vorbildliche Arbeit und mache sich
auf vielfältige Weise um das Gemeinwohl verdient. Die 63-Jährige ist
seit 15 Jahren Vorsitzende des Turnvereins in Bliesdalheim mit annähernd
400 Mitgliedern. Daneben kann sie auf rund 50 Jahre ehrenamtliches
Engagement in ihrem Heimatverein zurückblicken.
Hiltrud Weber hat sich schon in frühester Jugend dem Turnen und
insbesondere der Leichtathletik verschrieben. Als Sechsjährige holte sie
sich auf der damaligen Bliesdalheimer Behelfsbrücke über die Blies ihre
erste Urkunde. "Ich gewann den 50-Meter-Lauf auf der Brücke, die genau
diese Länge besaß", erinnert sie sich. Dreikampf - Laufen, Weitsprung
und Werfen - war ihre Paradedisziplin, in der sie einige
Kreismeistertitel errang. Aber auch im Orientierungslauf hat sie sich
sportliche Lorbeeren verdient. So gelangen ihr Siege im Bexbacher
Blumengartenlauf und bei Kreismeisterschaften. Auch im Crosslauf
startete sie bis in die 1960er Jahre. |
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1964 erwarb sie die erste Übungsleiterlizenz beim Saarländischen
Turnerbund (STB) und macht seither auf der Sportschule in Saarbrücken
immer wieder Lehrgänge, um ihre Kenntnisse aufzufrischen und zu
erweitern. 1964 begann auch ihre Karriere als Übungsleiterin. "Zuerst
hatte ich eine Gruppe von sechs- bis achtjährigen Mädchen, mit denen ich
in der Katholischen Volksschule trainiert habe." Zudem ist Hiltrud Weber
Kampfrichterin bei der Leichtathletik-Gemeinschaft (LG) Bliestal.
1973 folgte mit der Fertigstellung der Mehrzweckhalle ein
Quantensprung bei den Trainingsmöglichkeiten. Hiltrud Weber wurde zu
einer wichtigen Stütze des Vereins, zumal sie 1976 noch erfolgreich die
Übungsleiterausbildung für Kinderturnen absolvierte.

Foto: Wolfgang Degott
Zeitweise hat sie wöchentlich bis zu sechs Gruppen betreut. In den
vergangenen Jahren kamen noch Engagements in der Nachmittagsbetreuung
der Grundschule Medelsheim-Altheim dazu. Mit den Gersheimer Landfrauen
hält sie seit einem Jahrzehnt wöchentlich eine Gymnastikstunde im
Kulturhaus ab.
Auch innerhalb des Turnvereins hat sie Verantwortung übernommen. 1992
wurde sie Schriftführerin, und 1996 trat sie die Nachfolge des
langjährigen Vorsitzenden Alfons Kohl an. Die Arbeit an der Spitze eines
großen Turnvereins ist mittlerweile "fast ein guter Halbtagsjob". Kurse
organisieren, Materialien bestellen, Besprechungen abhalten, den
Übungsbetrieb am Laufen halten stehen vordergründig auf ihrem Programm.
Hiltrud Weber kann sich dabei auf die Unterstützung ihrer Familie
verlassen. Ehemann Günter ist Wanderwart, Tochter Bianca, deren Mann
Torsten als stellvertretender Vorsitzender des TVB fungiert, ist
Jugendwartin und Übungsleiterin, Sohn Jan-Felix Kassenwart und Trainer
der Völkerballmannschaft. Hiltrud Webers jüngstes sportliches Kind ist
die STB-Turnschule Bliesgau. Dort arbeiten seit kurzer Zeit in der
Mehrzweckhalle in Bliesdalheim die Turnvereine aus Bliesdalheim,
Böckweiler, Breitfurt und Webenheim zusammen. Der Turnerbund hat der
Kooperation erstmals im Saarland das Prädikat "STB-Turnschule Bliestal"
verliehen.
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"Den
Turnverein zu führen, ist ein Halbtagsjob."
Hiltrud Weber, TVB-Vorsitzende |
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Bürger wollen Bliesdalheim fit für die Zukunft machen

Bericht vom 10.11. 2011 im Pfälzischen Merkur
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Locker dank Liszt
Klavierlehrer Jürgen Rabung erklärt, was er vom Virtuosen gelernt hat und wie
er es seinen Schülern vermittelt
Bericht vom
22./23. Oktober 2011 im Pfälzischer Merkur |
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Zum virtuosen Klavierspieler wird man erst und nur durch
jahrelanges Üben: Das erklärt Jürgen Rabung, der an einer Musikschule selbst
seit 1997 Unterricht gibt. Und auch erklärt, warum Franz Liszt ihm selbst schon
viel brachte.
Zweibrücken.
Seine Finger tänzeln über die Tasten, mit strahlendem
Gesicht greift Jürgen Rabung blitzschnell um, gleichzeitig bedient er spielend
leicht das Fußpedal: In den Proberäumen der Zweibrücker Musikschule Kern
demonstriert der Klavierlehrer die große Kunst des Musizierens. "Franz Liszts
Stücke sind sehr anspruchsvoll. Sie zu spielen, hat mir vor allem technisch
viel gebracht. Es hilft auch, bei vielen gleichen Bewegungen locker zu
bleiben", erklärt Rabung. Wer verkrampft, klingt härter, auch wirke es sich
auf die Ausdauer aus. Wichtig sei es daher, aus dem ganzen Arm heraus zu
spielen und nicht nur aus den Fingern. Dann schlägt er sein Notenbuch auf,
wählt ein Liszt-Stück aus und legt los: "An Liszt fasziniert mich das
Virtuose, er hat die Technik sehr vorangebracht." Für einen Nicht-Musiker
mutet es wie ein Wunder an, wie Rabung vor Noten nur so überquellende Seiten
mit den Händen umsetzt. Sie geben vor, was seine linke und seine rechte Hand
tun muss, wie intensiv er die Tasten herunterdrückt und wie schnell das alles
geschehen soll.
Liszt habe etwa Beethoven- oder Schubert-Stücke fürs Klavier adaptiert, die
teilweise im Original von einem Sänger begleitet worden seien. Liszt machte
aus dem Gesangs- einen weiteren Klavierpart, variierte auch Melodien in der
Tonhöhe. Ein Genie, das aber ohne Übung auch kein Meister geworden wäre, ist
sich Rabung sicher. Denn nur durch regelmäßiges Wiederholen bilde man die
Automatismen aus, die es einem ermöglichen, so virtuos zu spielen.
In der Musikschule Kern unterrichtet er etwa 30 Schüler pro Woche, viele
davon seien zu Beginn gerade mal sechs oder sieben Jahre alt. In den Stunden
spielten sie erstmal ihre Hausaufgaben-Stücke vor. Rabung achte vor allem
darauf, dass die Noten und der Rhythmus stimmten. Bei Fortgeschrittenen lege
er größeren Wert auf Geschwindigkeit und Intensität der Anschläge. Damit der
Spaß nicht zu kurz kommt, spielt er auch mal Rihanna-Stücke: "Da lern auch ich
immer was dazu!" Große Talente habe er schon einige unterrichtet. Einige
hätten später in Orchestern gespielt, seien selbst Musiklehrer geworden. Etwa
anderthalb Jahre dauere es, abhängig von Talent, Übung und Motivation, bis ein
Schüler im Schnitt leichtere Stücke spielen könne. Rabung spüre nicht, dass
die Kinder von den Eltern unter Druck gesetzt würden, ein neuer Liszt oder
Mozart zu werden. Dass sich Klavierunterricht großer Beliebtheit erfreut,
führt er darauf zurück, dass man mit dem Instrument anders als etwa bei Flöte
oder Saxofon mehrere Töne gleichzeitig spielen oder sich selbst begleiten
könne.
Für seinen Teil greift Rabung in die Tasten, seit er sieben Jahre alt ist.
"Am intensivsten habe ich während des Studiums geübt", erklärt er, vier bis
fünf Stunden täglich seien es gewesen. Inzwischen muss er nur noch vor
Konzerten besonders üben, ansonsten beschert ihm sein Unterricht genügend
Praxis. Seit 1997 ist er Lehrer an der Musikschule, hat schon mehrere
nationale und internationale Preise gewonnen. "Je mehr man weiß, desto
schwerer wird es. Man spielt dann nicht nur mechanisch die Noten, sondern
macht sich Gedanken, wie schnell und wie laut man sie interpretiert", sagt
Rabung. Etwa drei seiner im Schnitt 30 Schüler seien übrigens Erwachsene, die
erstmals oder nach langer Pause Klavier spielten. Die älteste sei über 70
gewesen. Zunächst hätten Erwachsene einen Lernvorteil, doch bald "ziehen die
Kinder davon". Sie seien lockerer. Auch ohne Liszt. ek
www.musikschule-kern.de
www.bliesdalheim.de/rabung_juergen.htm
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ZUR PERSON
Franz Liszt
wurde am 22. Oktober 1811 in Raiding (damals Ungarn)
geboren. Er war einer der prominentesten Klaviervirtuosen und produktivsten
Komponisten des 19. Jahrhunderts. Er hat in vielen unterschiedlichen Stilen und
Gattungen komponiert und war ein Wegbereiter der programmatischen Musik
(sinfonische Dichtungen) und wird mit seinen Hauptwerken der "Neudeutschen
Schule" zugezählt. In einem musikalischen Werkverzeichnis stehen, ohne
literarische Arbeiten, über 700 Werke. Liszt war Mitbegründer des Allgemeinen
Deutschen Musikvereins. Zu den Höhepunkten seines Schaffens gehören die
Kompositionen "Ungarische Rhapsodie", "Faust-Sinfonie" und das Klavierkonzert
Es-Dur. Im Alter von 54 Jahren empfing Liszt in Rom die "niederen Weihen" und
den Titel Abbé. Nach eigenen Angaben hatte Liszt sich im Alter von sieben Jahren
das Notenschreiben "allein angelernt". 1820 trat der Neunjährige mit einem
Klavierkonzerts in Es-Dur von Ferdinand Ries in einem Konzert öffentlich auf.
red
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Bliesdalheimer Hausbesitzer gesucht
Gemeinde Gersheim bezuschusst umfangreiche Energieberatung
Mit Förderung durch die Lokale Aktionsgruppe Biosphärenreservat Bliesgau
(LAG) sucht die Gemeinde Gersheim 20 Hausbesitzer in Bliesdalheim. Diese
sollen eine umfangreiche Energieberatung für ihre Gebäude erhalten. Hierzu
sollen auch Workshops und Arbeitsgruppen initiiert werden.
Bericht von Merkur-Mitarbeiter
Wolfgang Degott, Pfälzischer Merkur,
15. September 2011 |
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Blick in die
Bliesdalheimer Eisenbahnstraße
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Bliesdalheim.
„Unser Dorf will sich fit machen für die Zukunft“,
lautet die Botschaft, die von der Auftaktveranstaltung zum gleichnamigen
Leader-Projekt ausging. Dabei handelt es sich um ein Vorhaben der Gemeinde
Gersheim, gefördert durch die Lokale Aktionsgruppe Biosphärenreservat Bliesgau
(LAG), bei dem 20 Bliesdalheimer Hausbesitzer gesucht werden, die anschließend
eine umfangreiche Energieberatung für ihr Gebäude erhalten. Im voll besetzten
Schulungsraum der Feuerwehr erfuhren die Interessierten, dass nach der
Festlegung der ausgesuchten Häuser – sie sollen die Struktur des Dorfes, die
unterschiedliche Architektur mit Blick auf die Entstehungsepochen des Ortes
widerspiegeln – würden diese eingehend unter die Lupe genommen. Das Werkzeug
werde eine energetische Untersuchung sein, der Gestaltungsempfehlungen passend
zum Ortsbild des Dorfes folgen werden.
Es sei ein Vorhaben vor dem Hintergrund, dass sowohl auf die Kommune, als
auch die gesamte Region in den nächsten Jahren als Folge des
Bevölkerungsrückganges große Herausforderungen zukommen werden, erklärte
Hans-Ulrich Thalhofer, Geschäftsführer des Saar-Lor-Lux-Umweltzentrums der
Handwerkskammer des Saarlandes. Bliesdalheim sei ein typisches Bliesgaudorf
mit einem historischen Ortskern und angedockten Neubaugebieten. Begleitend zu
der individuellen Beratung, die auch Hinweise auf mögliche öffentliche
Förderungsmöglichkeiten beinhalten, würden den regionalen Handwerksbetrieben
Fortbildungsmodule und Schulungsmaterialien an die Hand gegeben. Ihnen werde
damit die Möglichkeit geschaffen, besser über angedachte Sanierungsschritte zu
informieren.
Komplettiert werde alles mit Arbeitsgruppen und Workshops, an denen sich
sowohl Bürger als auch Handwerker bis zum Ende des Projektzeitraums 2013
beteiligen könnten. Ortsvorsteher Klaus Fischer verband mit dem Projekt, dass
das Ortsbild anschließend attraktiver werde, sich die Lebensqualität der
Bewohner durch regionaltypische Gestaltungskonzepte erhöhen werde. Einen
plastischen Einblick in die derzeitige Struktur Bliesdalheims gab Peter Alt
vom Architekturbüro Alt und Britz in Saarbrücken anhand von 77 Objekten. Seit
Wochen sei er in den Straßen unterwegs gewesen. Gebäude verdeutlichten, dass
es viele identitätsstiftende Aspekte innerhalb der Dorfstruktur gebe.
Arbeiterhäuser aus den 1930ern, Einfamilienhäuser aus den 1950er Jahren seien
ebenso zu finden wie Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser. Auch würden viele
Baumaterialien verwandt, werde mit Farbanstrichen gespielt. Es sei Anliegen,
so Kerstin Kullack, Energieberaterin beim Umweltzentrum, das neben den
Investitionen, die ein Hausbesitzer in die energetische Qualität seines
Gebäudes machen kann, auch besonderen Wert auf die Empfehlung von Maßnahmen
gelegt wird, die ohne oder nur mit geringen Investitionen durchzuführen sind,
mit denen aber häufig schon große Effekte erzielt werden können. Jedem werde
ein Leitfaden an die Hand gegeben, nachdem er seine weiteren Schritte ganz
individuell planen könne.
Doris Gaa, Geschäftsführerin der saarpfälzischen
Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Vorsitzende der LAG, erläuterte, dass
man Bliesdalheim nicht ohne Grund ausgesucht habe. Struktur und Lage haben den
600-Seelen-Ort für das Projekt prädestiniert.
Mehr Informationen über das
Energiespar-Projekt
gibt es bei Renate Bolle im Gersheimer Rathaus,
Telefon (0 68 43) 80 14 04 oder
per E-Mail rbolle@gersheim.de.
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Bliesdalheim hat eine neue
Ruhe-Ecke
Bericht von Merkur-Mitarbeiter
Wolfgang Degott, Pfälzischer Merkur,
18./19. Juni 2011 |
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Bliesdalheim.
Nachdem die Arbeiten zur Kläranlage
fertig waren, lagen die Anlagen trostlos am Radweg. Grund genug für
Ortsvorsteher Klaus Fischer eine Initiative ins Leben zu rufen, um das Umfeld
des Rückhaltebeckens freundlicher zu gestalten. So wurde der Heckenplatz
eingefriedet, wurden Ahorn, Rosen und Forsythien gepflanzt. Auf der
gegenüberliegenden Seite der Wolfersheimer Straße, dem Platz des früheren
Schalterhäuschens der Bliestalbahn wurde Platz geschaffen für eine Ruheecke.
Ein Tisch und Bänke wurden aufgestellt. Hier können sowohl einheimische
Spaziergänger verweilen als auch Benutzer des Bliestal-Freizeitweges
ausspannen, Kontakte knüpfen. Geplant sei, so Fischer, der die Arbeiten mit
Unterstützung vieler Helfer umsetzen konnte, noch einen Fahrradständer
aufzustellen. Rund 250 ehrenamtlich erbrachte Arbeitsstunden wurden geleistet.
Jetzt hat der Obst- und Gartenbauverein unter der Leitung von Wolfgang Hegmann
die Pflege-Patenschaft für Anlage übernommen. ott |
In Zeiten leerer
Kassen den hohen Leistungsstandard halten
Bliesdalheimer Wehr zog bei Jahreshauptversammlung Bilanz aus dem
vergangenen Jahr
- intensive Ausbildung bei der Jugendwehr
Bericht von Wolfgang Degott erschienen im Pfälzischen Merkur am 2. Mai
2011 |
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Stark
beansprucht wurde die Feuerwehr Bliesdalheim im Jahr 2010, erklärte
Löschbezirksführer Stefan Rabung während der jüngsten
Jahreshauptversammlung. Bei zahlreichen Einsätzen und Übungen
mussten die Wehrleute ihr Können unter Beweis stellen.
Bliesdalheim.
20 Einsätze, davon nur sechs im
Heimatort Bliesdalheim, hatte die Wehr im vergangenen Jahr zu
verzeichnen. Löschbezirksführer Stefan Rabung sprach bei der
Jahreshauptversammlung im Schulungsraum von einer starken
Beanspruchung der 27-köpfigen Mannschaft. Sehr arbeitsintensiv sei
auch die Betreuung der zentralen Atemschutzwerkstatt, die von
Christoph Jung geleitet werde, und ein anspruchsvoller Stützpunkt
für alle elf Gersheimer Löschbezirke darstelle. Sie sei mit
erheblichen Eigenleistungen der örtlichen Wehr gebaut und im letzten
Jahr fertig gestellt worden. Bei den Einweihungsfeierlichkeiten
seien auch die Partnerwehren aus Gilsdorf (Luxemburg) und Bazancourt
(Frankreich) dabei gewesen.
Mit 15 Atemschutzgeräteträgern
verfüge der Löschbezirk über einen ausreichenden Personalbestand, um
allen Einsatzerfordernissen gerecht zu werden. Zudem habe man in 20
Übungen, teilweise in Kooperation mit den Nachbarwehren in
Herbitzheim und Rubenheim, aber auch mit der Jugendwehr, intensive
Ausbildungsarbeit betrieben. Acht junge Floriane haben Christine
Welsch und Maria Rabung, die die Jugendwehr leiten, unter ihren
Fittichen. Im letzten Jahr habe man sich entschlossen die Übungen
gemeinsam mit Herbitzheim durchzuführen.
Fünf Mitglieder hätten während des
Kreiszeltlagers in Bexbach auch die Leistungsspange erworben. An
gemeinsamen Aktionen wurden die Tannenbaum-Sammelaktion, die
Teilnahme an der landesweiten Picobello-Säuberungsinitiative und die
Sammlung für die Kriegsgräber erwähnt. Mit der Einführung des "Floriansbrotes"
soll im Jubiläumsjahr, die Jugendfeuerwehr feiert 25. Geburtstag,
die Mitgliederwerbung intensiviert werden.
Die Bliesdalheimer Feuerwehr sei gut
aufgestellt, so Bürgermeister Alexander Rubeck, der Katja Meyer in
die aktive Wehr übernahm. Da sich die Finanzen der Kommune in einer
prekären Situation befänden, müsse es Ziel sein, die jetzigen
Standards innerhalb der Feuerwehr langfristig zu halten, was schwer
genug sei. Auch rief er dazu auf, vor dem Hintergrund der
rückläufigen Geburtenzahlen, die Nachwuchsförderung intensiv zu
betreiben. Dass nichts mehr gehe ohne Atemschutz, stellte
Kreisbrandinspekteur Uwe Wagner fest. Er freute sich darüber, dass
die Atemschutzgeräteträger auch durch permanente Übungen ihren
Leistungsstand verbesserten. So könne im Ernstfall gezielt, ruhig
und sachlich geholfen werden. Auch lobte er die
Kooperationsbereitschaft mit den Nachbarwehren, könne doch
heutzutage in den seltensten Fällen eine Feuerwehr allein das ganze
Gefahrenpotenzial bewältigen.
Ortsvorsteher Klaus Fischer sprach
davon, dass die Bevölkerung auf "ihre Feuerwehr" stolz sein könne.
Auch habe sich das Feuerwest zur größten Festivität im Dorf
entwickelt.
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Auf einen Blick
Für 20-jährige Dienstzeit
wurde Nicolai Staab, für
30-jährigen Dienst Matthias Klein geehrt. Ernennungsurkunden
erhielten Dominik Matheis (Oberfeuerwehrmann), Maria Rabung
(Oberfeuerwehrfrau), Christine Welsch (Löschmeisterin), Klaus
Fischer und Peter Krupp (beide Oberbrandmeister) und Stefan
Rabung (Hauptbrandmeister).

Bei den Ehrungen dabei
waren (von links) Ortsvorsteher Klaus Fischer, stellvertretender
Wehrführer Peter Krupp, Bürgermeister Alexander Rubeck, Dominik
Matheis, Kreisbrandinspektoeur Uwe Wagner, Mathias Klein, Katja
Weber, Maria Rabung, Christine Welsch, Nicolai Staab und
Löschbezirksführer Stefan Rabung.
Foto: Wolfgang
Degott |
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Projekt Menschlichkeit und Teilen
steht jedem offen
Eindrucksvoller
Gottesdienst zum Weltgebetstag
Bericht von Merkur-Mitarbeiter
Wolfgang Degott, Pfälzischer Merkur,
15. März 2011 |
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Bliesdalheim.
Etwa 80 Frauen und die Pfarrer beider Konfessionen, Pater Josef Dohmen und Pfarrer Jürgen Krebs, erlebten in der Bliesdalheimer Pfarrkirche St. Wendelinus einen eindrucksvollen Gottesdienst in ökumenischer Gemeinschaft zur Feier des Weltgebetstages. Chilenische Frauen hatten in diesem Jahr die Gebetsordnung unter dem Titel „Wie viele Brote habt ihr?“ vorbereitet. Ihr Credo: „Jeder kann sich in das Projekt Menschlichkeit und Teilen einbringen“. Biblische Lesungen, aber auch historische Begebenheiten brachten den Gottesdienstteilnehmerinnen die vielfältige Problematik des südamerikanischen Landes näher. Dafür hatte schon das Vorbereitungstreffen der Pfarreiengemeinschaft gesorgt, es wurden Bilder aus dem südamerikanischen Land gezeigt. Paulina Braun, eine gebürtige Chilenin aus Gersheim, beantwortete viele Fragen zu ihrem Land, schilderte die Probleme, die durch die Militärdiktatur von General Augusto Pinochet entstanden waren, und berichtete über die Fortschritte des Wiederaufbaus nach dem verheerenden Erdbeben im vergangenen Jahr. Gebete und Lieder, begleitet von der Gitarrengruppe „Saitenklänge“ mit ihrer Leiterin Susanne Hunsicker, ließen Hoffnung aufkommen auf weltweite Solidarität. Dazu trug auch der ansehnliche Betrag der Kollekte von 370 Euro bei. Das Geld fließt der Projektarbeit des Weltgebetstagskomitees zu. |

Der Altar mit Weltgebetskerze und
Globus. Im Hintergrund die Mitglieder der Gruppe "Saitenklänge".
Foto: Wolfgang Degott |
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Schwarz auf weiß gegen Vergessen
Geschichts-
und Heimatforscher Walter Weber stellte sein neues Buch vor
Bericht von Merkur-Mitarbeiter
Wolfgang Degott, Pfälzischer Merkur,
15. März 2011 |
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Bliesdalheim.
Insgesamt 106 Seiten
nebst achtseitigem Anhang umfasst das fünfte Werk des Bliesdalheimer Geschichts-
und Heimatforschers Walter Weber. In seiner Buchreihe „Gegen das Vergessen“
titelt er zudem, dass sich ein Saarländer seiner erbärmlichen Jugend er- innert.
Der 86-jährige Bliesdalheimer hat seine Lebensgeschichte niedergeschrieben. Sie
ist gleichzeitig ein Sinnbild einer Generation, die geprägt ist von den
Entbehrungen des Zweiten Weltkrieges, der Nachkriegsjahre bis hin zum
deutschen Wirtschaftswunder, die eine große Bandbreite gesellschaftlichen
Lebens erfahren und erlitten hat. Eine „verlorene Jugend“, wie er das erste
Kapitel betitelt, beginnt mit dem Ausbruch des Krieges und endet am Tag der
Heimkehr aus russischer Gefangenschaft als 25-Jähriger. Die Lebenserinnerungen selbst
beginnen jedoch schon 1932, als er als Achtjähriger die große Not,
hervorgerufen durch eine verheerende Arbeitslosigkeit, am eigenen Leib
erfährt.
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Er
nennt sein Werk "Gegen das Vergessen" und berichtet über eine schwere Zeit:
Heimatforscher Walter Weber lässt unter anderem seine Jugend im Krieg deutlich
werden - mit allen Geschehnissen.

Walter Weber stellt Bürgermeister
Alexander Rubeck und Ortsvorsteher Klaus Fischer sein Buch "Gegen das
Vergessen" vor.
Foto: Wolfgang Degott |
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Weber widmet sein Buch allen denen,
die vergessen können, was sie einmal selbst erlebten, „um damit der Versöhnung
und dem Frieden zu dienen“. Auch versteht er sein Buch als
Mahnung dazu, dass solche Schrecken, wie sie das Hitler-Regime heraufbeschworen
hatte, von deutschem Boden aus niemals mehr ausgehen dürfen. Bürgermeister
Alexander Rubeck, dem das Werk zusammen mit Ortsvorsteher Klaus Fischer im
Container des Bliesdalheimer Dorfarchives vorgestellt wurde, würdigte Webers
Initiative, den Menschen sein Lebensschicksal näher zu bringen. Er habe damit
ein emotional bewegendes zeitgeschichtliches Dokument geschaffen, das für die
Nachwelt erhalten bleibe. Der Autor führt seit 18 Jahren den Arbeits- und
Förderverein für Bliesdalheimer Dorfgeschichte und ist damit Initiator vieler
interessanter Projekte, darunter auch die Reaktivierung des Eiskellers. Das
Manuskript des nun vorgelegten Buches wird ergänzt durch eine Vielzahl
persönlicher Briefe, beginnend vom ersten Lebenszeichen aus russischer
Gefangenschaft. Nach der Evakuierung am 1. September 1939, der Rückkehr und dem
Eintritt in den Reichsarbeitsdienst (RAD), konnte er erste Bekanntschaft mit der
Sowjetunion machen. Am 9. April 1943 wurde Weber zur Wehrmacht eingezogen.
Danach schildert er eindrucksvoll seine Erlebnisse, die vom Ende des XIII.
Armee-Korps im Brody-Kessel oder auch der letzten Schlacht der 254.
Infanteriedivision handeln. Er geriet als Gefreiter einer Nachrichtenabteilung
am Tag der deutschen Kapitulation, dem 9. Mai 1945, in russische Gefangenschaft,
durchlebte danach deprimierende und erniedrigende vier Jahre der Entbehrungen in
einigen Lagern, wobei aber auch eine kleine Romanze, die Verliebtheit in eine
Russin, nicht unerwähnt bleibt. Das Buch ist beim Kulturamt des Gersheimer
Rathauses sowie im Bliestal-Frische-Markt Gersheim erhältlich.
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Sportunterricht mit den Basketball-Stars
Sportler
der Saarpfalz Braves sorgten für besondere Turnstunde in der Bliesdalheimer
Turnhalle
Bericht von Merkur-Mitarbeiter
Wolfgang Degott, Pfälzischer Merkur,
12./13. März 2011 |
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Bliesdalheim.
Korbleger, Dribbling, Passübungen und zum Abschluss ein gemeinsames Spiel, wo
die vorher geübten Techniken direkt in die Praxis umgesetzt werden konnten:
Das waren einige der Komponenten, mit denen zwei Profis des Basketballteams
Saarpfalz Braves für eine besondere Turnstunde in der Bliesdalheimer Halle
sorgten. Eifrige Akteure waren dabei die Viertklässler der beiden
Parallelklassen, die zusammen mit ihren Klassenlehrerinnen Judith Schneider
(4a) und Lena Hutzler (4b) die üblichen Sportutensilien mit dem großen
Gummiball vertauschten. Der 2,06 Meter große US-Amerikaner Theodis
Tarrer (26 Jahre) und sein deutscher Mannschaftskollege, der 2,09 Meter große
Robert Oehle (22), beide Centerspieler in der Zweitliga-Mannschaft von Trainer
Josipovic Nenad, für die das Gastspiel bei den Neun- und Zehnjährigen auch
eine willkommene Abwechslung zum täglichen Training bedeutete, eröffneten das
Schultraining mit einer abwechslungsreichen Aufwärmphase. Währenddessen stand
der Betreuer Christopher Dispot, Absolvent des freiwilligen sozialen Jahres
(FSJ), auch für Fragen und Wünsche zur Verfügung. Bisher habe man elf Schulen
besucht und dabei durchweg positive Rückmeldungen erhalten. Die Kinder freuten
sich neben dem gemeinsamen Spielen und den Autogrammen auch mächtig über
die Freikarten für den Besuch eines Heimspieles im Erbacher Sportzentrum.
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Für die Sportler war es eine
willkommene Abwechslung, für die Kinder eine aufregende Sportstunde: An dem
Basketball-Training in der Bliesdalheimer Halle hatten offensichtlich alle
Teilnehmer Spaß.
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Foto: Wolfgang Degott |
Ortsrat lehnt Verordnung über
"Landschaftsschutzgebiet zwischen
Bliesdalheim und Herbitzheim"
ab
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Schwerpunkt der ersten Sitzung des
Bliesdalheimer Ortsrats im neuen Jahr war die Stellungnahme zur
Ausweisung des "Landschaftsschutzgebietes zwischen Bliesdalheim und
Herbitzheim". Hintergrund ist, dass das saarländische Umweltministerium
weitere Naturschutzgebiete ausweisen oder bestehende Naturschutzgebiete
erweitern möchte um EU-Vorschriften nachzukommen.
Hiervon ist auch Bliesdalheim
betroffen, wie Ortsvorsteher Klaus Fischer erläutert. Das Gebiet auf
Bliesdalheimer Gemarkung hat eine Größe von ca. 100 Hektar und erstreckt sich
im Südosten auf einer Länge von rund 2 km und einer Breite von etwa 500
m vom oberen Hohlweg über die
Heizwiesen, Weiher-
und Possenahnung bis Michelseeden zur Gemarkungsgrenze und verläuft
dann auf Herbitzheimer Gemarkung weiter.
Der Bliesdalheimer
Ortsrats habe bereits bei seiner Stellungnahme zu den NATURA
2000-Schutzgebieten im November 2009 den Erlass abgelehnt, mit der
Begründung, dass die Landwirte in der Bewirtschaftung ihrer Flächen zu sehr
eingeschränkt seien.
Die neue Verordnung mit der
Bezeichnung "Landschaftsschutzgebiet zwischen Bliesdalheim und Herbitzheim"
enthält weitgehend die gleichen Einschränkungen für die Bewirtschaftung der
ausgewiesenen Flächen wie das bei den NATURA 2000-Schutzgebieten der Fall war.
So sehen die Ratsmitglieder
insbesondere durch die einschränkenden Vorschriften zur Nutzung der Wiesen und
Weideflächen die wirtschaftlichen Interessen der Landwirte gefährdet.
So soll z.B. eine Beweidung der
Wiesen erst ab 1. August eines Jahres erlaubt sein.
Außerdem sei durch die Verordnung
auch von einer Beeinträchtigung der Jagdausübung auszugehen. Deshalb hat der
Ortsrat die Verordnung über das Naturschutzgebiet einstimmig abgelehnt.
Allgemein ist man der Auffassung,
dass heute die Landwirte durch die Ausweisung ihrer bewirtschafteten Flächen zu Schutzgebieten nicht dermaßen
benachteiligt werden dürfen, denn gerade durch die extensive Nutzung unserer
Felder und Wiesen in der Vergangenheit durch unsere Vorfahren ist unsere heutige Kulturlandschaft
entstanden.
Eigentümer von Grundstücken, die in den ausgewiesenen Flächen liegen und von
den Einschränkungen betroffen sind, können noch bis zum 18. Februar 2011
ihre Bedenken gegen die Verordnung schriftlich bei der Gemeinde vorbringen.
Entsprechende Formblätter werden im Rathaus (Frau Bolle) bereitgehalten. |
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